Klassiker Bashing

Ja, so habe ich das auch mal gelernt. Das Briefing des Kunden wird nach quälend langen Diskussionen, Irrwegen und monumentalen Bildersuchen in ein Konzept übersetzt, dessen zwei zentrale Bestandteile ein originelles  Motto (Frühlingsgefühle neu erleben, Weltmeisterlich sparen etc.) und ein Key Visual übersetzt. Dieses Key Visual wird dann auf allen Werbemitteln platziert. Die gewünschten Resultate: Ein vage gefühlter Wiedererkennungswert und auch irgendwie“ integrierte Kommunikation“.

Extrem fraglich, ob das heute noch funktioniert, obwohl man es immer wieder erlebt. Warum? Da wird es Zeit für ein bisschen Klassiker-Bashing.

Der klassische Werber liebt seine Anzeigen, Plakate und TV-Spots. Klar, er hat auch mal was bei Amazon bestellt, aber wie das online eigentlich funktioniert, interessiert ihn nicht so brennend. Im harten Alltag sieht das Prozedere dann so aus: Es wird wochenlang am Key Visual bzw. der Kampagne getüftelt, die Online-Agentur soll dann drei Tage vor der Präsentation die Website dazu basteln. Umgekehrt wär’s sinnvoller.

Jede Idee muss gleich daraufhin geprüft werden, ob sie Menschen involvieren kann, wie sie über das bloße Produkte hinaus interessante Mehrwerte generieren kann, ob sie Social Media tauglich ist usw. Das Denken in Key Visuals und Motti ist mir einfach zu statisch, zu funktional und zu wenig an relevantem Content orientiert.

Relevantem Content wie dem folgenden. Morgen geht’s ins Stadion gegen Schalski 06, aber diesmal reicht mir ein knapper Sieg😀

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