Conversion Camp 2010

Schön, dass immer mehr Alternativen zur klassischen Werbung gesucht und gefunden werden. Dazu gehört sicher auch die Konversions-Optimierung.

Vereinfacht gesagt geht es darum, mehr Besucher einer Website zu einer bestimmten Handlung (Kauf, Newsletter-Bestellung etc.) zu motivieren. Das Ziel sind messbare Erfolge.

Zu diesem Thema hat André Morys ein Conversion Camp ins Leben gerufen. Ich habe es – das Trägheitsgesetz heroisch überwindend – besucht. Die Union-Halle in Frankfurt liegt ja quasi bei mir um die Ecke.

Was ich mitnehmen werde:

  • Testen, testen, testen. Es ist einfach nicht vorherzusagen, wie der User auf unterschiedliche Websites reagiert. Ein anderes Bild, eine umformulierte Headline – schon rauscht die Konversionsrate in den Keller oder schießt durch die Decke.
  • Testen, testen, testen. Und zwar schon bevor eine Website online geht.
  • Der Mensch handelt irrational und emotional, auch wenn er sich dessen nicht bewusst ist. Sonst würde ja niemand Apple kaufen.
  • Denken ist anstrengend. Deshalb sollte man es dem User immer so einfach wie möglich machen.
  • Ein geiler Präsentations-Stil macht jedes Thema spannend. Bestes Beispiel war John Ekman, der E-Mail-Marketing auf der Bühne richtig gerockt hat.

So, jetzt noch ein bisschen Wasser in den Wein. Die neunzehn (!) Präsentationen waren einfach zu viel des Guten. Vor allem gab es im ersten Teil auch ein paar Überschneidungen. Aber das soll im nächsten Jahr anders werden: Das nächste  Conversion Camp ist dann eine zweitägige Veranstaltung.

Gute Sache, bin wahrscheinlich wieder dabei.

5 Gedanken zu “Conversion Camp 2010

  1. Und wieder ein interessanter Artikel!

    Besonders das mit „Apple kaufen“ find ich gut auf den Punkt gebracht.
    Die Aussage werd ich mir speichern – fürs nächste Benzingespräch.
    Eine Frage ist mir als „Unwissenden“ aber offen geblieben, wie kann ich testen, testen, testen, bevor meine Seite online geht?

    LG Dirk

    • Für das Testen bevor die Site online ist, gibt es sogennante Usability-Tests. Ganz vereinfacht gesagt bekommen Testpersonen die Seite gezeigt und sollen sie dann bedienen. Wenn dann zB viel sagen, „keine Ahnung wo hier der Warenkorb/Stellenausschreibung etc. ist“, hat man ein Problem rechtzeitig erkannt.
      Das ist vor allem wichtig, weil die Entwickler sich bereites an alle Fehler gewöhnt haben und sie überhaupt nicht auffallen. Hoffe das hilft🙂

  2. Na danke für die Info,
    jetzt würde mich noch interessieren was so etwas kostet?

    Anderes Thema:

    Da ich ja nun mal einen Werbeprofi kenne (eigentlich zwei, den Herrn Richter gibt es ja auch noch – hoffe ich zumindest…), komme ich einfach nicht umhin hier ein Beispiel zur Diskussion zu posten. Ich hab im Sommer einen Industriefilm produziert. Der Aufwand war relativ hoch, da alles Broadcast tauglich sein sollte, um an diverse TV Stationen weiter gegeben werden zu können usw. (deshalb haben auch wir das gemacht und keine Web Video Klitsche ). Eine „Low Res“ Version ist gerade auf der Homepage des Auftraggebers veröffentlicht worden. Nun brennt mir eine Frage auf den Lippen: Was sagt der Fachmann zur Positionierung des Filmes auf der Seite und zur Motivation das Besuchers irgendetwas zu tun? Ich bin zu nah dran um ein Urteil zu fällen. Konservative Seiten sind auch nicht wirklich mein Spezialgelände, aber irgendwie bin ich der Meinung, dass das wohl hätte besser gehen können. Also Philippovic was meint der Fachmann dazu?

    Der direkte Link ist:

    http://www.postbus.at/de/Regionen/Salzburg/Aktuelles/NFC/index.jsp

    Evtl. aussagekräftiger ist der Startlink, über den der Besucher überhaupt erst zum Film kommt:

    http://www.postbus.at

    Liebe Grüße

    Dirk

    P.S.: Vielleicht sollte ich auch nen Blog aufmachen…

    • Also die Positionierung des Videos (mir dir als Special Guest!) ist wirklich suboptimal. Wichtige Sachen sollten immer above the fold zu sehen sein, also ohne zu scrollen. Ist hier nicht der Fall, zumindest bei meinem kleinen Monitor. Hätte das auf der Homepage/Startseite auch aggressiver verkauft, mit ner HL wie „Nie mehr den Bus verpassen!“ und Verweis auf das Video. Vom Wording hätte ich das Video involvierender „verkauft“: Gleich den Film anschauen und dann selber ausprobieren etc.

      Zu den Kosten eines Usability-Tests: Laut diesem Artikel durchschnittlich 3000-6000 Euro. Aber wenn die Seite dadurch viel besser (=profitabler wird), lohnt sich das auf jeden Fall.

      Ja, mach doch mal nen Blog. Geht auch ohne Test😉

  3. Das spiegelt auch mein Bauchgefühl wieder.
    Als Fazit bleibt, dass der Kunde letztendlich wohl selbst entscheidet, was er und wie er es macht. „Special Guest“ war ich übrigens nur ausnahmsweise – da ist wer am Drehtag ausgefallen.
    Interessanter Artikel!

    LG Dirk

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