Soll ich kündigen oder nicht?

Um die Eintracht aus Frankfurt steht es schlecht. Trotz dem (wieder mal) besten Kader seit langem und der Rückkehr von Armin Veh steht die Rumpeltruppe mit 14 Punkten auf Platz 15. Am Samstag kommt Werder Bremen. Es geht um 3 Punkte, gefühlt aber um alles oder nichts. Und ich stelle mir langsam die Frage, ob ich mir diese Scheiße noch länger antun soll…

Zugegeben, ich bin kein Hardcore-Fan mit Dauerkarte, der auch bei jedem 2. Auswärtsspiel dabei ist. Ich gehe mit Freunden pro Saison ca. 4-6 mal ins Stadion und gucke einige Spiele live im TV. Dazu habe ich eine Billig-Variante („Fördermitglied“) der Vereinsmitgliedschaft. Aber momentan schaue ich auf meinen Verein mit einer Mischung aus Apathie und Entsetzen.

Was können die Gründe sein?

Die Hinrunde des Scheckens

Ich habe wirklich geglaubt, dass Armin Veh das Team im Mittelfeld der Tabelle stabilisiert. Mit etwas Glück Angriff auf die Europa-League Plätze. Nach 16 Spieltagen geistert das Abstiegsgespenst durchs Waldstadion. Ausgang ungewiss. Armin Veh wird wohl nach dem Bremen-Spiel Trainer bleiben. In der Winterpause geht’s dann mit 3 Millionen zum Panikeinkauf auf die Resterampe. Spätestens nach der Saison ist Veh dann wieder weg, Stichwort „Neustart“. Es sei denn, die Rückrunde läuft extrem gut. Glaube ich eher nicht.

Eine Geschichte von Mittelmaß und Murks

Ich schaue mir die Historie der Eintracht über die letzten 10 Jahre an. Hier die Platzierungen in der 1. Bundesliga. 2011/12 hat die Eintracht nach dem Abstieg der Schande in der 2. Liga gespielt.

Durchschnittliche Platzierung: 12. Platz. Unteres Mittelmaß.

Tabelle BuLI II

Quelle: Transfermarkt.de

Jetzt zum DFB-Pokal. Auch nicht berühmt. Ausnahmen waren die Finalteilnahme 05/06 und das Halbfinale in der Saison darauf. In zehn Jahren hat die Eintracht insgesamt nur drei Mal im DFB-Pokal „überwintert“.

DFB-Pokal

Quelle: Transfermarkt.de

Nicht unterschlagen will ich zwei Auftritte im UEFA Cup/Europa League in der Saison 06/07 bzw. 13/14.

Passed zu dieser Bilanz ein paar Namen, die alle etwas gemeinsam haben: Viel gekostet, nix bis wenig gebracht: Srdjan Lakic, Olivier Occean, Ümit Korkmaz, Caio, Martin Fenin, Habib Bellaid, Vaclav Kadlec…

Die Frankfurter Neue Presse hat das finanzielle Desaster in einem etwas älteren Artikel mal berechnet:

Transferbilanz Bruno Hübner: – 9.830.000 Euro

Transferbilanz FSV Mainz im gleichen Zeitraum: – 1.020.000 Euro

Und die fragen sich immer, warum sie kein Geld für Transfers haben.

Am Ende

Zahlen lügen nicht.

„Wir holen den DFB-Pokal und werden Deutscher Meister“ – die Aussichten darauf sind gleich Null. Die Eintracht ist ein Verein, dessen Ziel es primär sein muss, die Liga zu halten. Wenn nicht irgendwann ein Scheich kommt und Öl-Millionen in den Klub pumpt, wird das so bleiben.

Aber jetzt die Mitgliedschaft kündigen? Ach nee. Irgendwie hoffe ich, dass die Eintacht es in dieser Saison noch packt und es irgendwann wieder aufwärts geht. Die besten Fans der Welt hätten es verdient.

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