Blogger schreiben Koonst-Geschichte

Die Einladung zum Meet Up. Tweet Up. Koons Up. hat mich überrascht und mir ganz ehrlich auch etwas geschmeichelt. Denn man hat ja oft den Eindruck, relativ unbeachtet vor sich hin zu bloggen.

Die Veranstatung war zweigeteilt. Im ersten Part ging es um das Verhältnis von Museen und Galerien zu Blogs. Im zweiten folgten Führungen durch die Koons-Ausstellung(en).

Ich fande die das Bloggertreffen vor allem deswegen spannend, weil mich das Thema Social Media in allen Facetten auch beruflich interessiert. Unter diesem Blickwinkel hat die Schirn einen sehr guten Job gemacht.

Warum?

Das Wichtigste für eine erfolgreiche Social Media Strategie ist: Just do it. Einfach anfangen und sehen, was funktioniert und was nicht. Also wenn ich Blogger einbeziehen will, muss ich einfach mit ihnen reden. Und das hat das Schirn Marketing/PR-Team gemacht.

Außerdem war der Auftritt sehr authentisch und sympathisch. Also keine „Vekaufsveranstaltung“ mit PR-Bla-Bla, sondern sehr informativ und dialogorientiert. Das gilt auch für die beiden Vorträge von Mercedes Bunz und Mathias Planitzer.

Auffällig war die heterogene Zusammensetzung der Blogger. Einerseits die mit einem ehrer professionellen Background, andererseits die Freizeit-Blogger, zu denen ich mich zähle: Kunst-Dilettant und stolz darauf. Aus professioneller Sicht stellen sich mir dabei zwei Fragen. Bringt es wirtschaftlich etwas, Blogger mit geringer Reichweite in die Kommunikation einzubeziehen? Und ist bei Blogs mit sehr großer Reichweite  der Übergang zum klassischen Journalismus  nicht fließend?

Nun zum zweiten Teil – Vorhang auf für Mr. Jeff Koons.

Egal ob das jetzt Kitsch oder Kunst oder beides ist – ich finde seine Werke sehr, hm, unterhaltend. Die Bilder sind überdimensional groß, poppig bunt und spielen geschickt mit Versatzstücken der Unterhaltungsindustrie, zu der ja auch Pornos gehören. Und Koons hat Ende der achtziger Jahre Werbung gemacht oder Werbung parodiert, so genau kann ich das nicht sagen.

Absolut positiv überrascht hat mich das Liebighaus. Muss gestehen, dass ich noch nie da war. Eine alte Villa, von einem Park umgeben. So was hätte ich auch gerne!

Die Skulpturen von Koons sind in die Sammmlung integiert, stehen also direkt neben Werken aus Ägypten, der Antike und dem Mittelalter. Besonders Spaß gemacht hat hier die Führung, kann ich nur empfehlen.

Fazit: Meet up, Tweet up, Koons up, Hut ab.

Welcome to Schnarchfurt

Main-Metropole, Mainhattan oder doch einfach nur Schnarchfurt?

Ich tendiere  stark zu letzterem. Hier ist einfach nichts bzw. arg wenig los, vor allem im Vergleich zum Anspruch als, hahaha, Großstadt. Und für das, was geboten wird, auch noch viel zu teuer.

Dementsprechend konsequent werden die Bürgersteige hochgeklappt. Unter der Woche ist nach 0:00 Uhr strikte Nacht- und Bettruhe angesagt. Nur der Eingeweihte bekommt mit viel Glück noch ein heiß ersehntes Kaltgetränk. Das ist schon alles sehr seltsam.

Hier ein paar triste Beweisphotos, aufgenommen zwischen ca. 0:00 und 0:40 am 29. Juli rund um die und auf der Bergerstraße. Angenehmes Gruseln.

Städteduell Frankfurt vs. Hannover

Nach einem verlängerten Wochenende in Hannover muss ich als Wahlfrankfurter sagen: Sieht nicht gut aus für die Zwerg-Metropole am Main.

  • Hannover ist ca. 30% günstiger. Weggehen, Miete, Einkaufen.
  • Die Bürgersteige sind nicht nur ca. 1,50 breit bzw. eng. Dementsprechend entspannter die Stimmung.
  • Mehr Grün dank Herrenhäuser Gärten, mehr Wasser dank Maschsee.
  • Es gibt in Hannover viele kleine, feine Läden mit originellen Konzepten. Beispielweise die „Hörbar“ in der Limmerstraße. Ein netter Mix aus Café, Platten- und Klamottenladen. Wo gibts sowas in Franzwurst?
  • Die 96er haben ihr Stadion mitten in der Stadt. Die Eintracht spielt jwd kurz vorm Flughafen.

Also aus meiner Sicht steht es gerade 5:0 für Hangover. Eine überraschend deutliche Klatsche…

Und Prost!

Gilde_Bier