Berlin, Berlin, wir waren in Berlin

Alter. Der letzte Artikel hier erschien Mitte Februar. Scheint so, als fehlte meinem Blog eine Content-Strategie. Scheint vielleicht nicht nur so 😀

Ok, mal gucken, wie ich ein paar Zeilen füllen kann. Grübel. Grübel. Ich hab was. Gerade schwer en vogue ist das „Echtzeit-Marketing“. Man reagiert als Marke innerhalb kürzester Zeit auf ein bestimmtes Ereignis. Wie den Super Bowl. Oder das DFB-Pokalfinale. Bei letzterem war ich dabei, in einem Social Media Newsroom Team von MRM//McCann.

Wir waren mit einem 6-köpfigen Team vor Ort. Der Grund: Es spielte ja BVB Dortmund gegen VfL Wolfsburg. Und damit Opel gegen VW, in gewissem Sinne. Wir waren natürlich für Opel, die den BVB Dortmund sponsern. Und es war ja auch das Abschiedsspiel von Jürgen K.

Immer locker bleiben

Um so ein Event handeln zu können, sollte man sich im Vorfeld ein paar Gedanken machen:

  • Welche Posts kannst du auf jeden Fall bringen? Beispiel: Kurz vor dem Anpfiff.
  • Welche Posts kannst du vorbereiten? Beispiel: Am Ende muss ja eine Mannschaft gewonnen haben. Wie reagierst du bei Sieg oder Niederlage?
  • Dazu kommen noch situative Posts, die natürlich die schwierigsten sind.

Die Wette Der hat sehr gut funktioniert, weil er er einen direkten Bezug sowohl zum Event als auch zur/zu den Marken hat und die Rivalität von Opel und VW spielerisch/sympathisch nutzt. Der ging dann auch am Abend des Finales viral. Sogar VW-Fans fanden ihn gut.

Nach dem Spiel, das ja Wolfsburg gewonnen hat, wurde es etwas kniffliger. Von VW kam keine  Reaktion, also was tun? Viele in der Netzgemeinde forderten nun einen GTI. Wir haben uns dagegen entschieden und mit diesem Post situativ reagiert.

Nach der Wette

Mit diesem Post auf Twitter und Facebook sowie einem aktiven Community-Management haben wir die Kritiker großteils beruhigen können.

Kurze Fazit: Echtheit-Marketing kann Spaß machen, da man innerhalb kürzester Zeit viel auf die Straße bringt. Nicht unterschätzen sollte man den Aufwand. Und vor allem als Kunde muss man ein bisschen Risikofreude haben und die Freigabeprozesse extrem beschleunigen. Dann klappt’s auch mit dem Social Buzz.

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Es lebt, es lebt!

Neuer Claim, neues Glück? Man wird sehen. Offensichtlich jedoch ist, wodurch die aktuelle Opel Kampagne inspiriert wurde.

Das ist der Spot:

Und hier kommt das Vorbild für den Schöpfungsmythos, bei dem aus elektrischer Blitz-Energie Leben entsteht.

Die Parallelen in der Handlung liegen natürlich auf der Hand. Sogar der Claim „Wir leben Autos“ ist eindeutig vom ekstatischen „It’s alive, it’s alive“ des manischen Experimentators  abgeleitet. Alles in allem ein mutiger Schritt, sich mit einer Kampagne postmodernistisch auf das Hollywood der 30er Jahre zu beziehen!

Ich musste übrigens bei meinen mehrminütigen Recherchen überrascht feststellen, dass nicht die von Boris Karloff genial gespielte Kreatur Frankenstein heißt, sondern der verrückte Wissenschaftler. Man lernt halt nie aus.