Killen Informationsarchitekten cooles Web-Design?

Ich habe mich ja schon an anderer Stelle darüber gewundert, dass sich viele Homepages  so sehr ähneln. Ein großes Visual plus drei bis fünf Teaserboxen – und fertig ist das Web-Design.

Aber schuld an der Misere sind nicht die Designer und Art-Directoren. Sondern die Informationsarchitekten und der Entwicklungsprozess von Webseiten.

Warum?

Informationsarchitekten erstellen Wireframes, die als Grundlage für das finale Design und die Funktionalitäten der Website dienen. Hier ein Beispiel:

Die Crux an der Sache: Die Überlegungen zum Look der Website macht sich oft ausschließlich der Informationsarchitekt. Was aber überhaupt nicht seine Hauptaufgabe ist. Der Web-Designer dagegen wird im Enstehungsprozess oft viel zu spät mit einbezogen. Ebenso der Texter.

So übernimmt der Informationsarchitekt häufig standardisierte Wireframes und aktualisiert sie. Sie werden anschließend vom Kunden freigegeben und sind damit heilige Kühe.

Der Web-Designer füllt anschließend nur noch die Wireframes mit Farbe. Der Texter stöhnt über den für die Copy vorgesehenen Platz, der manchmal zu üppig, manchmal zu knapp ist. Aber ändern können sie nichts mehr, final ist halt final.

Die Lösung: Das Wireframing nicht nur den Informationsarchitekten überlassen. Sondern schon in dieser frühen Phase verschiedene Designs andenken und  mehrere Alternativen mit jeweils gleich hoher Usability entwickeln.

Außerdem sollten die Wireframes als Skizzen verstanden werden, die nicht unbedingt 1:1 ins endgültige Design übernommen werden müssen.

Dann gibt’s hoffentlich bald wieder mehr Webseiten, die nutzerfreundlich und visuell eigenständig sind.

Homepage Design leicht gemacht

Die Homepage bzw. Startseite ist für den Erfolg einer Website extrem wichtig. Der User entscheidet schnell, ob er hier findet was er sucht und tiefer in die Seite einsteigt. Oder weiter googelt.

Nicht umsonst widmet Steve Krug in seinem Usability-Klassiker „Don’t make me think“ der Gestaltung der Homepage ein eigenes, langes Kapitel.

Allerdings kann man sich die Mühe sparen. Denn die Homepage im Jahr 2010 ist weitgehend standardisiert.

Hier habe ich exemplarisch vier Startseiten von Automobilherstellern zusammengefasst:

Schon erstaunlich. Nicht nur die Modelle sehen sich inzwischen sehr ähnlich. Auch die Gestaltung ist auffallend homogen: Ein großes Visual für das Top-Thema, ergänzt um 3-5 Teaserboxen.

Warum ist das so?

Vielleicht haben ja aufwendige Usability-Tests ergeben, dass alle anderen Design-Varianten den Surfer in panische Schrecken versetzen.

Ich habe allerdings einen anderen Verdacht. Der gemeine Art-Director ist bekanntlich ein großer Fan einer gewissen Marke aus Cupertino. Darum verbringt er natürlich viel Zeit auf deren Website.

Und jetzt ratet mal, wie die Startseite von Apple aussieht. Richtig!

Das Apple-Homepage-Template! Die ideale Vorlage fürs Paste-and-Copy-Design 😀

Ist ja an sich nicht verkehrt. Aber gibt’s da wirklich keine Alternativen?

Scheinbar nicht (ich steiger mich da jetzt voll rein):

Ok, ich such dann mal weiter, bin in 5 Minuten zurück.

Edit:

Also irgendwie krieg ich das heute mit den Bildern net hin. WordPress schaufelt alles in die Galerie (wo die vier Autoseiten sind), wenn ich sie da rauslösche sind sie komplett weg. Ich rätsel noch ein bisschen…

Edit 2:

Der Nebel lichtet sich, aber vom HTML-Editor lass ich die Finger.

with the March 2, 2010 update noted above, it is now possible to exclude an uploaded image from appearing in a Gallery without deleting it by modifying the Gallery shortcode in the HTML Editor. See the bottom of this WordPress.com Support Doc. An example might be [ gallery columns=“2″ size=“medium“ exclude=“235, 158″ ]

Scheinbar auch noch wichtig:

To get an attachment ID for an image, go to your Media Library and hover over the image title you want to exclude. You can find the ID in the URL (the number after attachment_id=).

Edit 3:

Hurra, ich kann programmieren 😀