Gesucht – gefunden

Meine Anzeige in der HAZ wurde ja bekanntermaßen zensiert, trotzdem hat’s mit der Wohnung in Hannover (2 ZKB in einem tipptopp sanierten Jugendstilhaus in Mitte) erstaunlich gut geklappt.

Letzten Donnerstag hoch gegondelt, am Dienstag zurück nach Franzwurst, neun Butzen angeschaut und eine davon genommen. Das ist da halt alles etwas entspannter.

Ungefähr so sieht der relativ maklerfreie Immobilien-Markt in Hannover aus:

 

Zum Thema Fettnapf: Bei einem Besichtigungstermin steht vor dem Gebäude ein junges Pärchen, beide so Mitte/Ende Zwanzig. Ich frage die beiden, ob sie sich auch die Wohnung anschauen wolllen. Antwort: „Nö, wir sind die Vermieter“. Ups.

Übrigens habe ich nicht nur einen neuen Zweit- bzw. Erstwohnsitz, sondern sammele ab sofort auch erlesene Antiquitäten. Denn der Vormieterin habe ich dieses schöne Stück abgekauft:

Ich sehe mich schon mit dem Montblanc-Füller in der Hand, beim Arbeiten am großen Epochenroman, den Blick ab und zu sinnierend auf ein Portrait von Thomas Mann gerichtet.

Oder es befindet sich in einem geheimen Fach eine kryptische Aufzeichnung, die sich als der erste Hinweis auf die größte Verschwörung aller Zeiten herausstellt.

Es bleibt spannend.

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Zensiert!

Ich suche gerade einen Zweitwohnsitz in Hannover.

Also dachte ich mir, einfach ein Wohnungsgesuch in der HAZ aufzugeben. Als Texter ist mir natürlich gleich eine „aufmerksamkeitsstarke“ Headline eingefallen. So sah das dann aus.

Aufgefallen wäre die mit Sicherheit. Aber dann klingelte mein Telefon. Die Anzeigenleitung der HAZ war dran.

Mein geiler Text könne so nicht erscheinen. Der Hinweis auf das im Grundgesetz verankerte Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit wurde vom Zensor nicht akzeptiert. Aber wozu gibt’s das Internet?

Ich lasse mich doch von der Meinungsdiktatur nicht unterdrücken! Lang lebe die Freiheit, nicht nur in Ägypten und Tunesien, nein, auch in Niedersachsen… hat mal jemand die Nummer vom UN-Sicherheitsrat? Oder von Herrn Westerwelle? Die vom Obama ginge auch…