0:14 – direkt Lachflash. Ein Social Media Poem.

0:14 – direkt Lachflash!!!

Wie du hier versuchst Likes zu bekommen ist echt lächerlich.
Und komm mir ja nicht mit, Er ist schlecht. Du hast sein Video kommentiert nachdem es gerademal ca 5 Minuten drin war.

spiel mal weiter pokemon

HAHAHAHAHA solche Idioten, dieser Channel kann ja nur Kommentare löschen! Schade das sie mein Feedback nicht akzeptieren konnten HAHA

Auf Lennyficates Kanal gegangen – direkt Suizidgedanken

Pokemon… mehr braucht man doch gar nicht sagen.. Du Denkst wirklich du machst mit deinen 130k Subs Geld? Deine Miete wird dadurch auch nicht gezahlt du pico

wieso kommt jetzt di maria vorbei dem du einen rimjob verpassen musst ? wenn ja will ich nicht stören hahaha

kein plan von musik und ende .. hör weiter dein standard scheiss kuschelrock

wie willst du denn bitte als melanie in dem hals seiner mutter stecken. hahahahahhaha wie behindert kann man sein -herd

Ich mag Züge.

“höhöh Lachflash” … Will mal deine Schwanzstimme hören…
Haft Bester Rapper in D PUNKT

jedem das seine, ich kann sowas einfach nicht feiern, vorallem wenn ich mir die lyrics rein ziehen ist es für mich nur dumme scheisse aber wie gesagt kann ja jeder hören was er will

Und Haftbefehl bekommt lachflash wegen deinem Kontostand du NULL

Solche Beiträge sind unnötig, lass es wenn du hafti nicht magst. Ich sag ja auch nicht das du ein Lappen bist, auch wenn du es vielleicht auch bist,

alles neider aber pumpen trotzdem haftbefehl scheiss blender …weiss noch früher jeder hat gefeiert aykut und heute machen die es heimlich scheiss pissköpfe:D

man kann auch über Dinge lachen die man lustig findet, ohne sie zu hassen

Du hast es ernstHAFT bis dahin ausgehalten?!?

Ihr seit Hurensöhne und ende.

Kompiliert aus Kommentaren zum Video “Lass die Affen aus’m Zoo”.

Zum fertigen TV-Spot-Konzept in 15 Minuten

Heute starte ich mit meiner Werbeakademie. Im Gegensatz zu anderen Angeboten liegt der Schwerpunkt auf strikt ergebnisorientiertem Pragmatismus. Schnelle Resultate statt endlosem Rumgehirne heißt hier das Motto.

Nie mehr Angst vor dem leeren Blatt.

Nie mehr Angst vor dem leeren Blatt. http://startupstockphotos.com/

Los geht es mit Lektion 1: Die rhetorische Frage

Vorgehensweise:

1.) Briefing flüchtig durchlesen. Wichtig sind nur zwei Punkte: Produktvorteil und Zielgruppe.

2.) Umsetzung/Konzept: Schauspieler der haargenau die Zielgruppe verkörpert, stellt eine Frage: “Gibt es bei Marke XY eigentlich den Vorteil Z?”

Überraschende Antwort: “Ja, natürlich!”. Merke: Rhetorische Frage = Frage, auf die es nur eine Antwort gibt.

Ein TV-Spot ist mit diesem Grundgerüst schnell geschrieben. Das Konzept lässt sich aber beliebig adaptieren, z.B. für Printanzeigen: Die Headline stellt die Frage, die Copy gibt die Antwort.

Die rhetorische Frage eignet sich besonders für Kunden aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Healthcare, Energieversorgung. Stichwort: Seriös aber sympathisch soll es sein.

Und hier zwei Beispiele aus der Praxis, die beweisen: Ja, es funktioniert.

Targo Bank: Gute Frage – einfache Antwort

Eon: Hallo Herr Beck, ja die (Antwort) haben wir

Ich wünsche viel Erfolg beim Adaptieren.

Neigen Werber zu Kleptomanie?

Du überlegst noch, ob du als Kreativer in der Werbung Erfolg haben könntest? Stell’ dir einfach zwei Fragen.

1. Kannst du die Suchfunktion auf YouTube nutzen?

2. Besitzt du die Dreistigkeit eines abgezockten Trickbetrügers?

Wenn die Antwort zwei Mal “Ja” lautet – willkommen im Team!

Dein erster Job: Denk’ dir eine Idee für den neuen Ikea Katalog aus.

Grübel, grübel, grübel. Nee, fällt mir nix ein. Nada. Rien. Aber ist doch kein Problem! Ich surf mal ein bisschen auf YouTube rum… “Katalog + lustig”, “Buch + lustig”… Bingo! Da ist doch schon mal was.

Weiterdenken sinnlos, das ist perfekt. Muss noch nur umgeschrieben und dem ahnungslosen Kunden für viel Geld verkauft werden. Gesagt, getan. Fertig ist der Award-Anwärter:

Das erste Video ist von 2010, das zweite Baujahr 2014. Die Idee – ich interpretiere ein Druckerzeugnis als Device/Technologie – ist 1:1 abgekupfert und nur leicht modifiziert worden.

Da kann mir wirklich keiner was vom Pferd a la “Naheliegender Einfall” erzählen. Das ist einfach dreist geklaut. Und sowas lohnt sich dann auch noch, ruck zuck wurde der Film zum Spot des Tages gekürt. Herzlichen Glückwunsch.

Bekenntnisse eines Kicker Interactive Junkies

Mal kurz übelegen: Ich habe in den letzten zwei Wochen mindestens 1 h/Tag damit verbracht, mein Kicker Interactive Team zu optimieren. 14 Stunden. Vielleicht sogar mehr! HILFE!!!!

Beim Kicker Interactive Managerspiel bekommt man einen Etat von 42,5 Millionen. Davon musst du 22 Spieler einkaufen. Kaufbar sind alle Spieler, die in der Bundesliga spielen. Ab dem ersten Spieltag werden die dann von der Kicker Redaktion bewertet. Hört sich langweilig an? Ganz im Gegenteil!

Wer bringt die meisten Punkte? Stellen Sie jetzt Ihre Mannschaft für die Saison 2014/15 auf!

Denn: Das Geld ist knapp. Ein Lewandowski oder Reus kostet 8,5 Millionen. Also kann man nur eine begrenzte Zahl absoluter Kracher kaufen. Los geht also die manische Suche nach Geheimtipps. Ist Stammspieler bei Hertha als Linksverteidiger und kostet nur 1,5 Millionen. Wolfsburg hat einen Stürmer gekauft, von dem man nicht weiß was er genau drauf hat (“Wundertüte”). Aber wenn der explodiert…

Absolut unerlässlich: Alle Spiele vor dem Start der Bundeliga aufs genaueste analysieren. Oh Gott, Schalke versagt im Pokal, gleich raus mit Max Meyer! Fuck, Baumjohann hat wieder ne Knieverletzung. Sofort Team ändern!!! Der Trainer hat gesagt, dass X oder Y gut gespielt hat? Kauf ihn dir!!!

Das geht soweit, dass man auf einmal fast alle Preise der Spieler auswendig kennt. Auswendig!

Was ist die Motivation? Schwer zu sagen. Die Preise sind eigentlich eher mau – “Auf den Interactive-Gesamtsieger der 1. Bundesliga wartet ein ganz besonderes Erlebnis: Zusammen mit zehn Freunden besucht der beste Punktesammler die Tipico-Loge in der Hamburger Imtech-Arena und genießt ein Heimspiel des Bundesliga-Dinos.” Ok, naja. Außerdem spielen da so ca. 200.000 Spieler mit – die Chancen auf den Gesamtsieg tendieren gegen Null, Top 5.000 gilt schon als sehr gut, Top 1.000 schaffen nur die Cracks.

Wohl auch deshalb organisieren sich viele Spieler in Mini-Ligen von bis zu 100 Spielern. Jeder Tagessieg lässt dein Herz schneller schlagen, jeder Katastrophenspieltag versaut dir den Wochenanfang. Du willst eben als der Experte der Experten dastehen, und wenn es auch nur in einer Mini-Liga ist.

Und dafür muss du eben tüfteln, Infos sammeln und wieder und wieder dein Team ändern. Gott sei Dank ist mit Beginn der Liga Schluss, dann muss das Team stehen.

Aber bis dahin… guck ich mir meines nochmal an! Und nochmal, und nochmal…

Kreative Werbung = schlechte Posts

Die steile These:

Wenn du als Marke mit deinen Posts in sozialen Medien Erfolg haben willst, kommst du mit der typischen Kreativ-Denke nicht weit.

Warum? Weil sie oft viel zu verkopft ist!

Ein Beispiel:

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Reine Kopfsache

Meine Vermutung: Dieses Motiv als Facebook-Post bekommt weit weniger Response in Form von Likes/Shares/Kommentaren als ein simples Foto des Amarak. Der Hauptgrund liegt in der Verkopftheit. Die Anzeige muss erst “entschlüsselt” werden.

Das kostet a) Energie fürs Denken und b) Zeit. Zwei Ressourcen, die der Leser nicht gerne verschwendet, wenn er durch seine Newsfeed scrollt. Zwei Ressourcen, die jedoch bei der Entwicklung solcher (Award) Anzeigen im Übermaß vorhanden sind bzw. eben auch verschwendet werden. Außerdem weckt das Motiv keine Emotionen und hat darum ein geringes Sharing-Potenzial.

Aus Sicht des Social Media Community Managers haben diese Motive noch einen riesigen Nachteil: Sie kosten viel Geld (Konzeption, Umsetzung) und sind daher nur begrenzt produzierbar. Ganz schlecht, wenn ich jeden Tag 1-2 Posts raushauen muss.

Und jetzt ein Gegenbeispiel:

 

UPS Heroes

Einfach. Emotional. Erfolgreich.

Dieser Post zeigt gut den Unterschied zwischen Content und Werbung.

Gestaltung? Keine. Und das ist auch gut so. Das Foto hätte mit dem Smartphone gemacht werden können. Copy? Fehlanzeige. Es wird einfach beschreiben, was sich abgespielt hat. Aber trotzdem bzw. genau deshalb hat der Post knapp 900.000 Likes. Der Grund: Emotion pur. “Das ist aber supernett von dem Fahrer – wenn das jetzt mein Opa gewesen wäre…darum sind die also manchmal zu spät!”.

Wie man hier sieht, hat UPS aus diesen persönlichen Geschichten eine erfolgreiche Serie gemacht. Und jeder Post kann innerhalb einer Stunde erstellt werden, was natürlich auch aus Budetgründen nicht das schlechteste ist.

Take away: Mit kreativer Werbung beeindruckst du Werber. Mit gutem Content begeisterst du Menschen.

Absoluteley!

Zwei Wochen Florida: Miami – Ft. Lauderdale – Orlando – Cocoa Beach – Hampstead/Everglades – Key Largo – Miami.

Ich fand’s absolutely awesome. (Absoluteley ist in manchen Restaurants die Anwort auf wirklich jede Frage :).

Mai ist ein prima Reisezeit, da wenig los ist (off season) und das Wetter perfekt ist/war: max. 30 Grad, nachts so um die 25.

Absolutely Highlights: Kennedy Space Center und der Live-Raketenstart. Everglades. Indian Pale Ale. Dass die Amis Bier nicht können ist nur halbwahr. Budweiser u.ä. ist völlig ungenießbar, aber oft gibt’s auch eine Riesenauswahl an Flaschenbieren und Bieren vom Fass. India Pale Ale ist ein relativ starkes, relative bitteres, sehr leckeres Bierchen.

Absoluteley nice: Die Leute da unten sind zu 90% extrem freundlich.

Hoteltipps: Red Roof in Orlando, Floridian in Hampstead, Holiday Inn Key Largo, Hampton Inn und Marquis Marriott in Miami.

Essen & Trinken: Burger & Beer Joint/Miami, Orlando Ale House, Brauhaus Fritz & Franz/Miami, Mario’s Restaurant/Hampstead, Mrs. Macy’s/Key Largo.

Shopping: Ja :D

Und da ich heute etwas (nee, sehr) schreibfaul bin – let the pictures do the talking.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Dachschadenkampagne von Warsteiner

Ich ahnte Schlimmes als in den Werbegazetten die neue Dachmarkenkampagne des Bierbrauers wie folgt angekündigt wurde:

“In der von Amsterdam Worldwide konzipierten Kampagne sind authentische Charaktere zu sehen, die im Leben einen individuellen Weg gehen und jeden Moment auskosten. Der Claim “Mach das einzig Wahre” unterstreicht diese Positionierung.”

Amsterdam? Holland? Heineken? Bierexpertise? Spätestens da ist der Humpen doch schon halbleer!

Weiter geht’s.

Der Marketingleiter will verstärkt “bei einem jüngeren, vielschichtigeren Publikum Begehrlichkeit für die Marke schaffen”, jedoch “gleichzeitig wollen wir unsere treuen Kunden halten und ihre emotionale Bindung stärken. Insgesamt geht es darum, eine souveräne Markenpersönlichkeit zu entwickeln, die progressiv ist, ohne auszuschließen, die Menschen inspiriert und ihnen auf Augenhöhe begegnet.”

Alles klar? Scheinbar weder mir, noch der Agentur noch sonst wem. Denn herauskam folgender Spot in dem u.a. auftreten:  Lebenskünstler (?????) Jon Rush, Streetartist Andreas von Chrzanowski alias Case, Fallschirmspringer Rob Heron oder der Bürostuhl-Racer (??????) Rene Karg.

 

Als passionierter Biertrinker brauche ich nach sowas einen Schnaps :D

Das Ganze ist ein konfuses Sammelsurium pseudo-hipper Sequenzen. Die Bilder erzählen keine Geschichte, deshalb wird der ganze Spot mit einem kontinuierlichen Voice Over zugetextet: “Wenn du etwas findest, woran du wirklich glaubst, dann mach es, halt es fest, lauf los, sei echt, probier’s, sei stolz, träume es, jage es, fang es, liebe es”. Wenn man nichts zu sagen hat, einfach mal die Klappe halten.

Ich glaube der grundsätzliche Fehler liegt in einer fehlenden bzw. schwammigen Strategie und einem völligen Unverständnis für den Biertrinker an sich. Bier schmeckt. Bier erfrischt. Passt gehört zum Fußball (gucken). Ermöglicht unterhaltsame Abende. Beim Bier trifft und findet man Freunde. Einmal im Plateau in Sachsehausen an einem Samstag Eintracht schauen wäre der beste Resarch gewesen…

Wie es anders geht zeigt diese Kampagne für Dos Equis. Schön ironisch überzeichnet und in der Headline steckt mehr Gehirnschmalz als in dem Gesumse von Warsteiner.

Dos Equis beer: Most interesting man in the world (Happy hour), Dos Equis Beer, Euro Rscg Worldwide-new York, Dos Equis, Print, Outdoor, Ads

Einer geht noch:

http://farm4.static.flickr.com/3269/3050521826_2a40a81d11.jpg

 

So, und bei dem ganzen Geschribbsel über Bier bin ich jetzt natürlich richtig durstig geworden und verabschiede mich mit einem

CHEERS!

Update: Verkrampft und austauschbar ist die Kampagne im Marken-Check. Da lag ich ja nicht so falsch.

Bebilder dir deine Meinung

Getty Images hat vor kurzem Millionen Fotos zur Verwendung in Blogs und auf Webseiten zur nicht-kommzerziellen Nutzung freigegeben. Ändert sich damit das Bloggen für mich? Zeit für ein kleines Experiment.

Das Briefing:

Der Kunde will irgendwas mit Autos machen. Darf ruhig etwas frecher sein, Hauptsache emotional und aufmerksamkeitsstark…nee, mehr Infos haben wir auch nicht… Budget? Steht noch nicht fest, fangt doch einfach schon mal an.

Hey ho, let’s go!

1. Getty Images

Kreativ-Konzept: Cat Content

Bei Getty nach “Katze Auto” gesucht. Nettes Foto gefunden, HTML-Code rauskopiert, reingepastet und eine Headline geschrieben.

Was habe ICH bloß in diesem Artikel verloren?

Gut: Funzt problemlos sogar ohne Registrierung. Riesige Auswahl an  Bildmaterial. Rechtlich sicher (ok, mal sehen).

Weniger gut:

Die Bilder werden nur eingebettet, d.h. ich lade sie nicht herunter, sondern verlinke sie bloß. Dadurch ist auch eine Bildbearbeitung oder -beschriftung nicht möglich, sogar die Größe kann man nur direkt im HTML-Code verändern. Getty kann die Fotos einfach löschen, in ihnen Werbung platzieren etc.

Fazit: Trotz der Nachteile gefällt mir die Möglichkeit, meine Beiträge ohne Aufwand optisch aufzupeppen.

2.  Upload eigener Fotos

Kreativ-Konzept: Autobezug ohne Autos zu zeigen – so werden Awards gewonnen!

Würdest du IHM einen Gebrauchtwagen abkaufen?

Würdest du IHM einen Gebrauchtwagen abkaufen?

Gut: Foto kann mit WordPress Bordmitteln rudimentär bearbeitet werden. Rechtlich problemlos, da die Rechte am Bild in diesem Fall bei mir liegen.

Weniger gut: Gestaltungsmöglichkeiten sind halt arg begrenzt (Größe, Platzierung, Beschriftung). Und ich habe definitiv nicht für jedes Thema selbst gemachte Fotos.

Fazit: Bleibt auf jeden Fall in meinem Blog-Arsenal.

3. Canva + Wikipedia Foto

Kreativ-Konzept: Wir brauchen noch was, womit wir “save” sind und der Kunde auf jeden Fall “fein” ist.

Hatte ER überhaupt einen Führerschein?

Gut bzw. Bäääähhhhmmmm: Bei meiner Recherche für diesen Artikel habe ich  eine neue Web App namens Canva entdeckt. Und die hat es wirklich in sich. Ihr Ziel ist es, Design für jeden so einfach wie möglich zu machen. In diesem Fall habe ich mir die Vorlage “Social Media” ausgesucht und das Layout dann in Nullkommanichts gebastelt.

Für die Nutzung von Canva ist eine einfache Registrierung nötig, man kann aber sich aber auch mit Facebook Connect einloggen. Nach einem wirklich sehr kurze und sehr guten Tutorial geht’s los.

Kosten: Keine, für einige Fotos wird ein Honorar von 1 $ fällig (so weit ich das bisher beurteilen kann).

Zum guten Schluss: Ich bin froh, über den Umweg “Getty” Canva gefunden zu haben. Das sollte sich jeder anschauen, der was gestalten will ohne gestalten zu können.

Kulturkonsumtipps

In der bildenden Kunst gibt es wenig zu lachen. Männer mit goldenen Helmen, Sonneblumen oder Seerosen sind per se nicht komisch. Bei vielen modernen Bilder weiß ich nicht mal, ob die überhaupt richtig rum hängen. Was ja vielleicht der Witz ist?

Aber natürlich gibt es auch Ausnahmen. Und diese Ausnahmen zeigt in Frankfurt das Museum Caricatura. Aktuell werden dort unter dem Titel “Weltfremde Malerei” Werke von Michael Sowa, Ernst Kahl und Rudi Hurzlmeier gezeigt. Das sind die drei Meister:

Dürer hoch Drei

Was alle drei auszeichnet ist eine außergewöhnliche Beherrschung der Mal-Technik. Alle haben einen sofort wiedererkennbaren Stil enwickelt und setzen ihn virtuos ein. Dazu kommt noch – was ähnlich wenn nicht noch schwieriger ist – die Kunst der Komik. Es kann ja jeder mal versuchen, sich einen Witz auszudenken. Dann merkt man, wie schwer das ist.

Hier drei exemplarische Beispiele.

In Vorbereitung auf die olympischen Spiel in Sotschi:


Putin erschlägt die schwule Agentenqualle mit dem heiligen Schwert
© Michael Sowa

So malt Ernst Kahl:


Leihmutter Jolante
© Ernst Kahl

Der Dritte im Bunde:


Die Sonnenuhr
© Rudi Hurzlmeier

Die Ausstellung läuft noch bis 16.03. Hingehen!

In der Headline steht ja Kulturkonsumtipps. Hier also der zweite, der allerdings wirklich nicht mehr geheim zu nennen ist. Seit ca. drei Wochen nutze ich mit großer Begeisterung den Musik-Streaming-Dienst Spotify. Der einzige Wermutstropfen: Ich glaube nicht, dass die Musiker viel daran verdienen. Aber ich denke mir: Lieber ein paar Euro als überhaupt nichts.

Werber-Zombies freuet euch

Sag mal, war die klassische Werbung nicht gerade mausetot? Ein vermoderndes Relikt in immer dünner werdenden Print-Titeln und schrumpfenden Werbeblöcken im TV?

3-Euro ins Phrasenschwein: Totgesagte leben länger.

Schlurf, schlurf. Schmatz, schmatz.

The Walking Ad Men

The Walking Ad Men

Die Chef-Strategen von Facebook Deutschland umarmen den Klassik-Zombie mit offenen Armen!

“‘Es kommt nicht auf innovative technische Gimmicks an, auch nicht auf Interaktion, sondern auf klare, relevante Botschaften mit einem guten Visual und einer prägnanten Headline. Eben genau das, was gute Werbung seit jeher ausmacht'”.

Eben darum  “funktioniere Facebook als Plattform aber genauso wie Print oder TV über Impressionen.”

Schnitt. Rückblende.

Vor ca. 2 Jahren saß ich in einem Workshop mit zwei Facebook-Mitarbeitern. Das Mantra damals lautete verkürzt “Social by Design”.

Bedeutet(e): Alle Aktivitäten einer Marke auf Facebook müssen darauf abzielen, dass sich Fans aktiv beteiligen und bestenfalls ihre Freunde motivieren, auch mitzumachen.

Aber wie heißt es so treffend: Was geht mich mein Geschwätz von gestern an.

Diese Kehrtwende ist meiner Meinung nach vor allem finanziell motiviert. Stichwort Facebook-Ads, die gerade aggressiv von Facebook “verkauft” werden.

Und zweitens ist sie inhaltlich falsch. Denn wenn Facebook und andere soziale Medien immer mehr zu einem weiteren Werbekanal verkommen, sind die Fans ratzfatz wieder weg. Und tauchen dann bei What’s App und Konsorten wieder auf. Denn wenn sie Werbung sehen wollten, könnten sie sich ja gleich den Stern kaufen…

Photo credit: Kevin Conor Keller / Foter.com / CC BY-NC-ND