All-in und mit 3,61$ raus

"Show me a good loser and I'll show you a loser" Stu Ungar

„Sie haben in diesem Turnier Platz 4. erreicht. Das Preisgeld in Höhe von USD 3,61 wurde Ihrem Echtgeldkonto gutgeschrieben.

Sie haben für dieses Turnier 22 Sit & Go-Ranglistenpunkte für die Merkur-Division erhalten. Weitere Informationen zu unseren Sit & Go-Ranglisten finden Sie unter http://www.pokerstars.com/de/poker/promotions/battle/“

Ok, es waren nur 27 Spieler am Start, aber immerhin sind 23 vor mir vom Tisch. Und wie man an der URL sieht: Ab sofort spiele ich Texas hold’em nicht mehr nur in verrauchten Hinterzimmern zwielichtiger Etablissements, sondern seit kurzem auch online. Wenn jetzt wieder die Bundesliga anfängt ist die Freizeitgestaltung also gesichert!

Wer fürs Pokern außer dem Spaßfaktor noch eine weitere Rechtfertigung braucht, bekommt sie von Tony Hsieh. Das ist der Gründer von Zappos, einem Online-Versand, der inzwischen zu Amazon gehört. Er hat ein Buch namens „Delivering Happiness“ geschrieben. Das ist im ersten Teil autobiographisch, im zweiten und dritten geht es dann um seine Vorstellungen, wie man ein Unternehmen erfolgreich führt.

Das letztere hat er u.a. auch durch intensives Pokerspielen gelernt. Hier ein paar Beispiele:

  • Table selection is the most important decision you can make
  • Stick to your principles
  • Differentiate yourself. Do the opposite of what the rest of the table is doing.

Könnte glatt von mir sein!

Da in dem Buch noch viele weitere kluge Sachen stehen und es wirklich komplett ohne BWL-Jargon auskommt, kann ich es wirklich empfehlen.

Mein Blog-Jahr 2011

An dieser Stelle  ein Dankeschön an alle, die mehr oder weniger regelmäßig hier vorbeischauen. Und natürlich alles Gute für 2012. Mehr geht heute nicht, ich gucke jetzt Neujahrsspringen oder eine mehrstündige Übertragung der Darts-WM ;-)

Hier ist eine Zusammenfassung:

Ein New York City U-Bahnzug faßt 1,200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 8.000 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 7 Fahrten nötig.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Dringender Spendenaufruf!

Wer noch in diesem Jahr etwas Gutes tun will, aber nicht weiß was:

Bitte spendet für ein Projekt, das ein Freund von mir leitet. Schon im dritten Jahr können zwei Halbwaisen in Nepal dank seiner Initiative eine Schule besuchen.

Darum geht es:

Vielen Dank für jede Spende!

Wie man Awards gewinnt

Neulich, halb zehn abends, nicht in Deutschland, sondern London/UK. Beim Kreativ-Team von Wieden + Kennedy ist die Stimmung schlecht. Übermorgen Präsentation beim Kunden Honda und die Powerpoint-Datei ist noch dünn, sehr dünn.

Nachdem Plan A – Ideenentwicklung – komplett gescheitert ist, tritt Plan B in Kraft. Denn wenn auch in der Koksbirne gähnende Leere herrscht, ist Polen bzw. der Etat nicht verloren: „Männer, Mädels holt die Apple Devices raus und guckt mal, was ihr in letzter Zeit am meisten gezockt habt“.

Schon kurze Zeit später ein Silberstreif am Horizont. Sogar mit der Aussicht, ihn in einen goldenen bei diversen Award-Shows zu verwandeln.

Und so geht das. Man nehme ein gutes Spiel wie z.B. Crazy Machines:

Dann adaptiert man das Spiel ganz einfach. And it looks like this:

Erster Lohn der Kopierarbeit: Site of the month der FWA

So richtig verwerflich finde ich das nicht. Ich mache es ja auch so (manchmal). Aber ob das jetzt wirklich eine kreative Leistung ist? Da habe ich doch meine Zweifel.

Herr Hitler zeigt sein Ei

Ups, seit über einem Monat nix geblogged. So geht’s natürlich nicht. Um die Laune der Leserschaft zu bessern, gibt es darum gleich zu Beginn was zum Lachen:

Die Ausstellung von Gerhard Harderer läuft noch bis Ende November. Ich werde mir die anschauen, trifft genau meinen Geschmack.

Sonst noch was? Weiterlesen

Wie gefährlich ist die Datenkrake Facebook?

So lange es Facebook gibt, werden Zeigefinger gehoben, wird gemahnt, gewarnt und gezetert: Mark Zuckerberg will nur dein Bestes – deine Daten. Die verkauft er dann an die böse Werbeindustrie und du bist nur noch ein gläsernes, armes Würstchen, das mit auf dein Profil zugeschnittenen Anzeigen zum Geldausgeben gezwungen wird.

Aber stimmt das eigentlich?

Ich wage heroisch den Selbstversuch. Und poste jetzt und hier, direkt aus Facebook, meine „Anzeigen, die dir vielleicht gefallen“.

Oh Gott, woher weiß Facebook, dass ich einen Rettungsring habe? Ist also der beste Flirttipp „Frauen stehen auf Muckis. Weg mit der Wampe – in nur drei Wochen zum Sixpack“?

Ganz gruselig auch diese Serie von schwarz-weißen Bildern. Anscheinend durchkämme ich manisch das Internet auf der Suche nach verschollenen Verwandten (die Zuckerbergs?), um dann frustriert zu ballern was die Tastatur hergibt, siehe 1. Weltkrieg Spiel.

Und tatsächlich, der hängende PC, das ist doch mein Macbook! Und ich blogge auf WordPress!! Hilfe, ich will hier raus!!!

Also ganz ehrlich, so unglaublich bedrohlich finde ich das jetzt nicht. Sicher sollte man darauf achten, was man wo im Netz veröffentlicht. Aber zur Hysterie besteht kein Grund.

Und in diesem Zusammenhang noch ein anderer Gedanke. Ich möchte nicht wissen, wie groß das Geschrei wäre, wenn Facebook ab sofort auf Werbung verzichtet und dafür eine Jahresgebühr von 50 Euro/Jahr verlangen würde.

Zum Schluss ein Hinweis:

Eigentlich ist es sogar angenehmer Werbung zu sehen, die einen interessiert. Man müsste also eigentlich seine momentanen Präferenzen irgendwo hinterlegen, und dann im Internet, Print, TV und Radio einen individuellen Werbeblock serviert bekommen… die meist sinnfreie Zielgruppe wird dann zur Zielperson… das Marketing revolutioniert…

PS: Die weißen Flecken im Screenshot haben natürlich datenschutzrechtliche Gründe.

 

 

 

Ich bin dann mal wieder da

Nach viereinhalb schönen Monaten in Hannover bin ich wieder in Hessen. Aber nicht in Frankfurt, sondern in Offenbach. Das muss immer wieder betont werden, denn Frankfurter mögen Offenbach nicht und vice versa. 

Mir als Zugereistem erschließt sich diese „Feindschaft“ irgendwie nicht. Offenbach ist halt ein bisschen lässiger, weniger hektisch und auch etwas günstiger. Plustert sich nicht auf als Mainhattan oder kleinste Metropole der Welt oder oder oder. Ich würde sogar soweit gehen: Je cooler desto Offenbach. So, das müsste für mindestens einen Kommentar reichen!

Ansonsten kann ich als Umzugsprofi nur wiederholen, dass Umziehen in der Beliebtheitsskala kurz nach einer Darmspiegelung rangiert. Man sollte einen Umzug vermeiden, wenn er nicht absolut notwendig ist. Umziehen ist anstrengender als arbeiten.

Weil mir heute nichts weiter einfällt, lade ich nun völlig zusammenhanglos ein paar Auto-Bilder hoch. Eines aus den Straßen von Offenbach (hier wächst das Gras sogar auf Blech), die anderen beiden sind auf der IAA entstanden. Komisch übrigens, dass die Besucher der Ausstellung wie manisch Karossen ablichten – gibt’s doch alles in besserer Qualität im Netz. Naja, ich konnte ja auch nicht widerstehen.

 

Fuck off, Dschörman Bürokratie-Fetischisten

Ein Freund hat mich darauf gebracht, nach langer langer Zeit mal wieder bei Oddset eine Fußballwette zu platzieren.

Das ist jedoch leicher gesagt als getan. Weiterlesen

Hymne auf mein Lieblingsbier

Sehr herb, sehr hopfig, mit langem Abgang. Ein voller Pilsgeschmack, der schon in Richtung „Jever“ geht, aber weniger bitter ist (etwas prosaischer Anfang, aber ab jetzt gebe ich Gas).

Dieses hervorragende Bier kommt aus Einbeck. Eine Stadt, mysteriös wie die Nebel von Avalon. Wirkungsstätte der geheimen Bruderschaft des spitzenmäßigen Hopfentranks. Hier entsteht, den Durstigen zu laben, das göttlich-erfrischende, gaumen-kitzelnde, spritzig-zischende Einbecker Brauherren Pils. Habt Dank, ihr Götter!

Ein Hochgenuss im grünen Glase, bei sommerlicher Hitze kühlend, im sommerlichen Dauerregen Trost spendend ebenso und angenehm weichzeichnend die Härten des Lebens. Wurde je wohler schmeckendes ersonnen? Nicht vorstellbar!

Auch Etikett und Flasche – ein handschmeichlerischer Augenschmaus. Das Etikett dezent, doch einprägsam. Vornehmes Silber, edles Gold – auch dafür die Höchstpunktzahl!

Doch seht selbst, was aus Brauwasser, Gerstenmalz und Hopfen kann entstehn, wenn wundersame Kräfte wirken:

Hier wird Glas zur Skulptur. Form und Inhalt ergänzen sich zu einer Sinfonie des, des, naja, ihr wisst schon, was ich meine. Oder etwa nicht?

Egal, manchmal muss es eben Quatsch sein. Und so ein Tag ist heute.

Ich gehe jetzt zum Kühlschrank.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Kann man hören, muss man sehen

Der Sommer regnet so vor sich hin. Da kann man also guten Gewissens in den eigenen vier Wänden bleiben. Damit das nicht zu langweilig wird, gibt es heute ein paar Unterhaltungs-Tipps.

Fangen wir mal mit guter Musik an. Weiterlesen