Was hat dich nur so ruiniert?

Heute geht’s hier um den größten Fehlkauf meines Lebens. Es geht um ein Fahrrad, das auf den schönen Namen Diamant Opal hört. Und das mich beinahe in den Wahnsinn getrieben hat.

Eigentlich ein schönes Rad...

Eigentlich ein schönes Rad…

Gekauft am 03.04.2012 für 699,- Euro. Geblieben ist es dabei nicht.

  • Hinterreifen kaputt – kann passieren
  • Vorderreifen kaputt – ok, kommt vor
  • Wasser im Schaltzug, das dann im Winter einfriert. Schaltzug wurde ausgewechselt.
  • Gescheiterte Reparatur der Nexus/Drexus 8-Gang-Nabe, 80,- Euro
  • Danach kompletter Austausch eben dieser Nabe. Rechnung vom 17.03.2015 über 250,- Euro.
Die Nabe des Grauens

Die Nabe des Grauens

4 Monate nach dieser Reparatur: Gangschaltung knackt wie eine Schallplatte aus den 60er Jahren. Gänge springen raus. Nach Gangwechsel treten ins Leere bis dann irgendwann doch ein Gang einrastet. Oder du ausrastest.

Nach meinen Erfahrungen – die sich auch mit Leidensgenossen im Internet decken – kann ich nur raten: Finger weg von jedem Fahrrad mit einer Shimano Nexus 8 Nabenschaltung!

Und ich fahre jetzt keine Touren von 80 Km über Stock und Stein. Einfach zur Arbeit, macht so ca. 12 Km pro Tag. Aber auch das schafft die Schaltung einfach nicht. Die ist wirklich nur was für Leute, die im Sommer am Wochenende ein paar Kilometer in der Gegend rumrollen ohne jemals Druck aufs Pedal zu bringen.

Die Schaltung des Schreckens

Die Schaltung des Schreckens

Noch was vergessen? Yep.

  • Die Nabenschaltung wird ja gerne als wartungsarm verkauft. Ist sie nicht. Die muss ca. 1 x Jahr in irgendein Ölbad.
  • Schwerer als eine Kettenschaltung
  • Durch ausgebildete Fahrradmechaniker nicht zu reparieren. Wenn was kaputt ist, muss die Nabe zu Shimano eingeschickt werden. Kann dann Wochen dauern.

Ich hatte einfach die Schnauze voll. Konsequenz: Seit Samstag fahre ich wieder ein Rad mit Kettenschaltung. Natürlich von Shimano :-)

Daumen hoch für Manchester

In einem früheren Leben muss ich Engländer gewesen sein. Das Land – und die Leute – sind einfach wie gemacht für mich. Schlechtes Wetter, Bier trinken, Pubs, Fußball. Und die Sprache verstehe ich auch noch. It couldn’t get any better.

Letzte Woche war ich Manchester. Aus zwei Gründen: The Big Social Media Conference war der erste. Außerdem wollte ich mein Englisch ein bisschen trainieren.

Und hier ein paar Eindrücke.

Geflogen bin ich mit Ryanair von Stuttgart für 50 Euro hin und zurück. Keine Ahnung wie die das machen. War ok. Ist jetzt auch nicht großartig anders als Lufthansa, der Kaffee muss halt bezahlt werden.

Das Hotel bzw. “Bar with Bed and Breakfast”: Crown and Anchor im Northern Quarter. Das besteht aus zwei Stockwerken. Unten  ein Pub, drüber 7 Zimmer. Plus ein kleiner Biergarten im Hinterhof. Bei den Zimmern darf man echt nicht zu viel erwarten. Sehr einfach. Und es gibt nur ein Gemeinschaftsbad. Kostet aber auch nur 30 Pfund pro Nacht. Wem das nicht zusagt, sollte sich was anderes suchen. Die Leute, die da arbeiten, sind sehr nett. Man hat halt gleich seine Stammkneipe.

Jetzt zum Thema Fußball. Leider war ich in der off season da. Schade. Trotzdem gibt’s was zu sehen.

Extrem empfehlenswert ist die Stadiontour durchs Old Trafford, dem Stadion von Manchester United. Ein unterhaltsamer Guide führt durch Spielerkabinen, Tribünen, Pressebereich etc. Pflichttermin, finde ich.

Vor dem Fußballtempel

Vor dem Fußballtempel

Im Fußballtempel

Im Fußballtempel

Die Stadt ist fußballverrückt. Deshalb ist das National Football Museum hier genau richtig. Schönes Museum mit vielen interaktiven Exponaten. Natürlich alles sehr insellastig, aber macht trotzdem Spaß, so man denn Fußball mag. Eintritt ist frei!

Ganz große Kunst

Ganz große Kunst

Und jetzt von der Popkultur zur Hochkultur. Angeschaut habe ich mir eine Kathedrale für Bücher. Die John Rylands Library. Das Gebäude könnte auch gut in einem Dan Brown auftauchen. Wenn der Held auf der Suche nach den geheimen Aufzeichungen des Ordens der Morgenröte ist…

In the light of day

In the light of day

Lesen Sie, Watson

Lesen Sie, Watson

Neben der Kathedrale für Bücher hat Manchester auch noch eine sakrale. Und die sieht dann so aus.

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Bisschen Game of Thrones…

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Manchester Cathedral

Manchester Cathedral

Und jetzt mal wieder raus an die frische Luft. Wirklich sehr schön ist das Viertel Castlefield, das von vielen Kanälen durchzogen wird. Der Werbetexter könnte vom “Venedig Nordenglands” sprechen :-)

Really nice

Really nice

Sundowner Manchester Style

Sundowner Manchester Style

Am Ende des Stadtrundgangs gibt’s dann auch was zu Essen. Auf jeden Fall probieren sollte man Pies, so Pasteten mit diversen Füllungen, serviert auf Kartoffelpüree oder mit Erbsen-Schlonz. Mein Tipp: Pieminister. Super netter Service, gibt auch einen guten Nachtisch, preiswert.

Indisch essen kann man gut im Yadgar Café, ist aber eher ein Imbiss. Wer es opulenter mag, begebe sich in die Spice Lounge. Aber Vorsicht: Gericht die auf der Karte mit “Nice & Hot”  bezeichnet werden, sind wirklich hot!

Yummy Hotness

Yummy Hotness

Alle drei Location sind im Northern Quarter, das ein echt sympathisches Viertel ist. So ein bisschen Frankfurt-Bornheim vor der großen Gentrifizierung…

Jetzt fällt mir auf, dass ich überhaupt noch nichts zur Big Social Media Conference gesagt habe. Ich sage einfach mal: Fortsetzung folgt.

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin

Alter. Der letzte Artikel hier erschien Mitte Februar. Scheint so, als fehlte meinem Blog eine Content-Strategie. Scheint vielleicht nicht nur so :D

Ok, mal gucken, wie ich ein paar Zeilen füllen kann. Grübel. Grübel. Ich hab was. Gerade schwer en vogue ist das “Echtzeit-Marketing”. Man reagiert als Marke innerhalb kürzester Zeit auf ein bestimmtes Ereignis. Wie den Super Bowl. Oder das DFB-Pokalfinale. Bei letzterem war ich dabei, in einem Social Media Newsroom Team von MRM//McCann.

Wir waren mit einem 6-köpfigen Team vor Ort. Der Grund: Es spielte ja BVB Dortmund gegen VfL Wolfsburg. Und damit Opel gegen VW, in gewissem Sinne. Wir waren natürlich für Opel, die den BVB Dortmund sponsern. Und es war ja auch das Abschiedsspiel von Jürgen K.

Immer locker bleiben

Um so ein Event handeln zu können, sollte man sich im Vorfeld ein paar Gedanken machen:

  • Welche Posts kannst du auf jeden Fall bringen? Beispiel: Kurz vor dem Anpfiff.
  • Welche Posts kannst du vorbereiten? Beispiel: Am Ende muss ja eine Mannschaft gewonnen haben. Wie reagierst du bei Sieg oder Niederlage?
  • Dazu kommen noch situative Posts, die natürlich die schwierigsten sind.

Die Wette Der hat sehr gut funktioniert, weil er er einen direkten Bezug sowohl zum Event als auch zur/zu den Marken hat und die Rivalität von Opel und VW spielerisch/sympathisch nutzt. Der ging dann auch am Abend des Finales viral. Sogar VW-Fans fanden ihn gut.

Nach dem Spiel, das ja Wolfsburg gewonnen hat, wurde es etwas kniffliger. Von VW kam keine  Reaktion, also was tun? Viele in der Netzgemeinde forderten nun einen GTI. Wir haben uns dagegen entschieden und mit diesem Post situativ reagiert.

Nach der Wette

Mit diesem Post auf Twitter und Facebook sowie einem aktiven Community-Management haben wir die Kritiker großteils beruhigen können.

Kurze Fazit: Echtheit-Marketing kann Spaß machen, da man innerhalb kürzester Zeit viel auf die Straße bringt. Nicht unterschätzen sollte man den Aufwand. Und vor allem als Kunde muss man ein bisschen Risikofreude haben und die Freigabeprozesse extrem beschleunigen. Dann klappt’s auch mit dem Social Buzz.

Brauchen Marken einen Claim?

Vorneweg für alle, die nicht so viel mit Werbung zu tun haben:

Der Claim bezeichnet einen fest mit dem Unternehmens- oder Markennamen verbundenen Satz oder Teilsatz, der die Positionierung eines Leistungsangebotes oder einer Marke, ein zentrales „Versprechen“ oder einen Produktnutzen, eine Mission, eine Vision oder das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens oder der Marke kommuniziert.

Claim STATEMENT #35

Und jetzt ein kleiner Test:

Welche der folgenden Marken verwendet einen Claim und wenn ja, wie heißt er?

  • Apple
  • Mercedes-Benz
  • REWE

Schummeln zählt nicht! Also ich würde raten, dass Apple claimlos ist, Mercedes hat einen, aber ich kenne ihn nicht (“Ihr guter Stern auf allen Straßen”?) und bei REWE ist es irgendwas mit Lebensmitteln/Frische (“Wir lieben Lebensmittel”?). Ist jetzt nicht so doll. Entweder gucke ich zu wenig Werbung, bin prä-dement oder… Claims werden in ihrer Wirkung grandios überschätzt. Ich tendiere zur letzten These.

Warum könnte das so sein?

Ich glaube, das Übel beginnt an der Wurzel (3 Euro ins Phrasenschwein). Denn ein Claim muss laut Wikipedia folgende Kriterien erfüllen, um erfolgreich zu sein:

  • Differenzierung (Prägnanz, Memorierbarkeit, Botschaftsträger)
  • Assoziation und Bedeutung (positive Belegung)
  • Erinnerungswirkung (Bedeutungsgehalt, phonetische Qualität, Imagestärke)
  • Internationalisierung (linguistische Bedeutungssicherung)
  • zeitliche Ungebundenheit (Resistenz gegen Zeitgeist und abklingende Trends)
  • Schutzfähigkeit (Verfügbarkeit, Schützbarkeit)
  • Design und Sound (klare Visualisierbarkeit, phonetische Einzigartigkeit)

Und genau so hyperkomplex steht’s dann auch im Briefing. Das Ergebnis: Nach endlosen Feedback-Schleifen voll linguistischer Spitzfindigkeiten landet man oft beim kleinsten gemeinsamen Nenner: Einfach besser, weiter denken, eine Idee voraus.

Also dann auf Claims verzichten? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Überbewerten sollte man ihn nicht. Und vor allem sollte er nicht richtig im Sinne von ohne Ecken und Kanten sein. Ein guter Claim wie “Wohnst du noch oder lebst du schon?”wäre sicher durch viele strenge Bewertungsraster gefallen.

0:14 – direkt Lachflash. Ein Social Media Poem.

0:14 – direkt Lachflash!!!

Wie du hier versuchst Likes zu bekommen ist echt lächerlich.
Und komm mir ja nicht mit, Er ist schlecht. Du hast sein Video kommentiert nachdem es gerademal ca 5 Minuten drin war.

spiel mal weiter pokemon

HAHAHAHAHA solche Idioten, dieser Channel kann ja nur Kommentare löschen! Schade das sie mein Feedback nicht akzeptieren konnten HAHA

Auf Lennyficates Kanal gegangen – direkt Suizidgedanken

Pokemon… mehr braucht man doch gar nicht sagen.. Du Denkst wirklich du machst mit deinen 130k Subs Geld? Deine Miete wird dadurch auch nicht gezahlt du pico

wieso kommt jetzt di maria vorbei dem du einen rimjob verpassen musst ? wenn ja will ich nicht stören hahaha

kein plan von musik und ende .. hör weiter dein standard scheiss kuschelrock

wie willst du denn bitte als melanie in dem hals seiner mutter stecken. hahahahahhaha wie behindert kann man sein -herd

Ich mag Züge.

“höhöh Lachflash” … Will mal deine Schwanzstimme hören…
Haft Bester Rapper in D PUNKT

jedem das seine, ich kann sowas einfach nicht feiern, vorallem wenn ich mir die lyrics rein ziehen ist es für mich nur dumme scheisse aber wie gesagt kann ja jeder hören was er will

Und Haftbefehl bekommt lachflash wegen deinem Kontostand du NULL

Solche Beiträge sind unnötig, lass es wenn du hafti nicht magst. Ich sag ja auch nicht das du ein Lappen bist, auch wenn du es vielleicht auch bist,

alles neider aber pumpen trotzdem haftbefehl scheiss blender …weiss noch früher jeder hat gefeiert aykut und heute machen die es heimlich scheiss pissköpfe:D

man kann auch über Dinge lachen die man lustig findet, ohne sie zu hassen

Du hast es ernstHAFT bis dahin ausgehalten?!?

Ihr seit Hurensöhne und ende.

Kompiliert aus Kommentaren zum Video “Lass die Affen aus’m Zoo”.

Zum fertigen TV-Spot-Konzept in 15 Minuten

Heute starte ich mit meiner Werbeakademie. Im Gegensatz zu anderen Angeboten liegt der Schwerpunkt auf strikt ergebnisorientiertem Pragmatismus. Schnelle Resultate statt endlosem Rumgehirne heißt hier das Motto.

Nie mehr Angst vor dem leeren Blatt.

Nie mehr Angst vor dem leeren Blatt. http://startupstockphotos.com/

Los geht es mit Lektion 1: Die rhetorische Frage

Vorgehensweise:

1.) Briefing flüchtig durchlesen. Wichtig sind nur zwei Punkte: Produktvorteil und Zielgruppe.

2.) Umsetzung/Konzept: Schauspieler der haargenau die Zielgruppe verkörpert, stellt eine Frage: “Gibt es bei Marke XY eigentlich den Vorteil Z?”

Überraschende Antwort: “Ja, natürlich!”. Merke: Rhetorische Frage = Frage, auf die es nur eine Antwort gibt.

Ein TV-Spot ist mit diesem Grundgerüst schnell geschrieben. Das Konzept lässt sich aber beliebig adaptieren, z.B. für Printanzeigen: Die Headline stellt die Frage, die Copy gibt die Antwort.

Die rhetorische Frage eignet sich besonders für Kunden aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Healthcare, Energieversorgung. Stichwort: Seriös aber sympathisch soll es sein.

Und hier zwei Beispiele aus der Praxis, die beweisen: Ja, es funktioniert.

Targo Bank: Gute Frage – einfache Antwort

Eon: Hallo Herr Beck, ja die (Antwort) haben wir

Ich wünsche viel Erfolg beim Adaptieren.

Neigen Werber zu Kleptomanie?

Du überlegst noch, ob du als Kreativer in der Werbung Erfolg haben könntest? Stell’ dir einfach zwei Fragen.

1. Kannst du die Suchfunktion auf YouTube nutzen?

2. Besitzt du die Dreistigkeit eines abgezockten Trickbetrügers?

Wenn die Antwort zwei Mal “Ja” lautet – willkommen im Team!

Dein erster Job: Denk’ dir eine Idee für den neuen Ikea Katalog aus.

Grübel, grübel, grübel. Nee, fällt mir nix ein. Nada. Rien. Aber ist doch kein Problem! Ich surf mal ein bisschen auf YouTube rum… “Katalog + lustig”, “Buch + lustig”… Bingo! Da ist doch schon mal was.

Weiterdenken sinnlos, das ist perfekt. Muss noch nur umgeschrieben und dem ahnungslosen Kunden für viel Geld verkauft werden. Gesagt, getan. Fertig ist der Award-Anwärter:

Das erste Video ist von 2010, das zweite Baujahr 2014. Die Idee – ich interpretiere ein Druckerzeugnis als Device/Technologie – ist 1:1 abgekupfert und nur leicht modifiziert worden.

Da kann mir wirklich keiner was vom Pferd a la “Naheliegender Einfall” erzählen. Das ist einfach dreist geklaut. Und sowas lohnt sich dann auch noch, ruck zuck wurde der Film zum Spot des Tages gekürt. Herzlichen Glückwunsch.

Bekenntnisse eines Kicker Interactive Junkies

Mal kurz übelegen: Ich habe in den letzten zwei Wochen mindestens 1 h/Tag damit verbracht, mein Kicker Interactive Team zu optimieren. 14 Stunden. Vielleicht sogar mehr! HILFE!!!!

Beim Kicker Interactive Managerspiel bekommt man einen Etat von 42,5 Millionen. Davon musst du 22 Spieler einkaufen. Kaufbar sind alle Spieler, die in der Bundesliga spielen. Ab dem ersten Spieltag werden die dann von der Kicker Redaktion bewertet. Hört sich langweilig an? Ganz im Gegenteil!

Wer bringt die meisten Punkte? Stellen Sie jetzt Ihre Mannschaft für die Saison 2014/15 auf!

Denn: Das Geld ist knapp. Ein Lewandowski oder Reus kostet 8,5 Millionen. Also kann man nur eine begrenzte Zahl absoluter Kracher kaufen. Los geht also die manische Suche nach Geheimtipps. Ist Stammspieler bei Hertha als Linksverteidiger und kostet nur 1,5 Millionen. Wolfsburg hat einen Stürmer gekauft, von dem man nicht weiß was er genau drauf hat (“Wundertüte”). Aber wenn der explodiert…

Absolut unerlässlich: Alle Spiele vor dem Start der Bundeliga aufs genaueste analysieren. Oh Gott, Schalke versagt im Pokal, gleich raus mit Max Meyer! Fuck, Baumjohann hat wieder ne Knieverletzung. Sofort Team ändern!!! Der Trainer hat gesagt, dass X oder Y gut gespielt hat? Kauf ihn dir!!!

Das geht soweit, dass man auf einmal fast alle Preise der Spieler auswendig kennt. Auswendig!

Was ist die Motivation? Schwer zu sagen. Die Preise sind eigentlich eher mau – “Auf den Interactive-Gesamtsieger der 1. Bundesliga wartet ein ganz besonderes Erlebnis: Zusammen mit zehn Freunden besucht der beste Punktesammler die Tipico-Loge in der Hamburger Imtech-Arena und genießt ein Heimspiel des Bundesliga-Dinos.” Ok, naja. Außerdem spielen da so ca. 200.000 Spieler mit – die Chancen auf den Gesamtsieg tendieren gegen Null, Top 5.000 gilt schon als sehr gut, Top 1.000 schaffen nur die Cracks.

Wohl auch deshalb organisieren sich viele Spieler in Mini-Ligen von bis zu 100 Spielern. Jeder Tagessieg lässt dein Herz schneller schlagen, jeder Katastrophenspieltag versaut dir den Wochenanfang. Du willst eben als der Experte der Experten dastehen, und wenn es auch nur in einer Mini-Liga ist.

Und dafür muss du eben tüfteln, Infos sammeln und wieder und wieder dein Team ändern. Gott sei Dank ist mit Beginn der Liga Schluss, dann muss das Team stehen.

Aber bis dahin… guck ich mir meines nochmal an! Und nochmal, und nochmal…

Kreative Werbung = schlechte Posts

Die steile These:

Wenn du als Marke mit deinen Posts in sozialen Medien Erfolg haben willst, kommst du mit der typischen Kreativ-Denke nicht weit.

Warum? Weil sie oft viel zu verkopft ist!

Ein Beispiel:

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Reine Kopfsache

Meine Vermutung: Dieses Motiv als Facebook-Post bekommt weit weniger Response in Form von Likes/Shares/Kommentaren als ein simples Foto des Amarak. Der Hauptgrund liegt in der Verkopftheit. Die Anzeige muss erst “entschlüsselt” werden.

Das kostet a) Energie fürs Denken und b) Zeit. Zwei Ressourcen, die der Leser nicht gerne verschwendet, wenn er durch seine Newsfeed scrollt. Zwei Ressourcen, die jedoch bei der Entwicklung solcher (Award) Anzeigen im Übermaß vorhanden sind bzw. eben auch verschwendet werden. Außerdem weckt das Motiv keine Emotionen und hat darum ein geringes Sharing-Potenzial.

Aus Sicht des Social Media Community Managers haben diese Motive noch einen riesigen Nachteil: Sie kosten viel Geld (Konzeption, Umsetzung) und sind daher nur begrenzt produzierbar. Ganz schlecht, wenn ich jeden Tag 1-2 Posts raushauen muss.

Und jetzt ein Gegenbeispiel:

 

UPS Heroes

Einfach. Emotional. Erfolgreich.

Dieser Post zeigt gut den Unterschied zwischen Content und Werbung.

Gestaltung? Keine. Und das ist auch gut so. Das Foto hätte mit dem Smartphone gemacht werden können. Copy? Fehlanzeige. Es wird einfach beschreiben, was sich abgespielt hat. Aber trotzdem bzw. genau deshalb hat der Post knapp 900.000 Likes. Der Grund: Emotion pur. “Das ist aber supernett von dem Fahrer – wenn das jetzt mein Opa gewesen wäre…darum sind die also manchmal zu spät!”.

Wie man hier sieht, hat UPS aus diesen persönlichen Geschichten eine erfolgreiche Serie gemacht. Und jeder Post kann innerhalb einer Stunde erstellt werden, was natürlich auch aus Budetgründen nicht das schlechteste ist.

Take away: Mit kreativer Werbung beeindruckst du Werber. Mit gutem Content begeisterst du Menschen.

Absoluteley!

Zwei Wochen Florida: Miami – Ft. Lauderdale – Orlando – Cocoa Beach – Hampstead/Everglades – Key Largo – Miami.

Ich fand’s absolutely awesome. (Absoluteley ist in manchen Restaurants die Anwort auf wirklich jede Frage :).

Mai ist ein prima Reisezeit, da wenig los ist (off season) und das Wetter perfekt ist/war: max. 30 Grad, nachts so um die 25.

Absolutely Highlights: Kennedy Space Center und der Live-Raketenstart. Everglades. Indian Pale Ale. Dass die Amis Bier nicht können ist nur halbwahr. Budweiser u.ä. ist völlig ungenießbar, aber oft gibt’s auch eine Riesenauswahl an Flaschenbieren und Bieren vom Fass. India Pale Ale ist ein relativ starkes, relative bitteres, sehr leckeres Bierchen.

Absoluteley nice: Die Leute da unten sind zu 90% extrem freundlich.

Hoteltipps: Red Roof in Orlando, Floridian in Hampstead, Holiday Inn Key Largo, Hampton Inn und Marquis Marriott in Miami.

Essen & Trinken: Burger & Beer Joint/Miami, Orlando Ale House, Brauhaus Fritz & Franz/Miami, Mario’s Restaurant/Hampstead, Mrs. Macy’s/Key Largo.

Shopping: Ja :D

Und da ich heute etwas (nee, sehr) schreibfaul bin – let the pictures do the talking.

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