Welche Werbung willst du sehen?

Unternehmen A bringt Produkt B für Zielgruppe C auf den Markt. Um das Produkt bekannt zu machen, wird in diversen Medien Werbung geschaltet. Natürlich hauptsächlich in Medien, die Zielgruppe C konsumiert.

Was sich so einfach anhört, ist tatsächlich sehr kompliziert und schweineteuer. Der Erfolg oft fragwürdig bzw. nicht nachweisbar. Hier fliegen täglich Milliarden zum Fenster raus.

Das hat vor allem drei Gründe:

  • Das Zielgruppenmodell – man definiert Schubladen, in die dann fein säuberlich alle Menschen einsortiert werden – funktioniert nicht mehr (wenn es denn überhaupt je funktioniert hat).
  • Werbung wird immer weniger akzeptiert. Das Ansehen der Werber liegt nicht umsonst gleichauf mit dem von Versicherungsvertretern.
  • Die Werbevermeidungsstrategien (AdBlocker, Festplattenrekorder für werbefreies Fernsehen etc.) werden immer ausgefeilter.

Dabei ist die Lösung doch so einfach!

Weil ich nicht weiß, welche Werbung überhaupt marginale Aufmerksamkeit bekommt, frage ich ganz einfach direkt nach. In Zeiten, in denen sich jeder sein eigenes Unterhaltungs- und Informationsprogramm definiert, ist das nur ein logischer Schritt.

Ich stelle mir das ungefähr so vor: Auf einer Plattform sage ich freiwillig, welche Produkte und Dienstleistungen mich interessieren, welche überhaupt nicht, welche so mittel. Abgestimmt auf meine offen gelegten Präferenzen bekomme ich dann dazu passende Werbung gezeigt. In regelmäßigen Abständen kann ich meine Präferenzen ändern und die Qualität der gezeigten Werbung bewerten. Außerdem wird mir Werbung nach dem Amazon-Prinzip (Kunden die A kaufen, kaufen auch B) angeboten.

So minimiere ich milliardenschwere Streuverluste und kommuniziere nicht mehr mit hoch abstrakten Zielgruppen, sondern mit Individuen. Die sich freiwillig meine Werbung anschauen und die beworbenen Produkte darum mit größerer Wahrscheinlichkeit kaufen.

Tatsächlich gibt es schon Initiativen, die in diese Richtung gehen:

Das ist ein guter Ansatz. Allerdings ist die Auswahl der Werbung, die ich sehen (oder nicht sehen) will, noch zu eingeschränkt. Ich bin mir sicher: Das wird in den nächsten Jahren ein ganz großes Thema.

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